“[…] aber ein Freund zeigte mir neulich einen ganz wunderbaren Ort, das Augusteum. Kaiser Augustus ließ es für seine sterblichen Überreste erbauen. Die Barbaren haben es zerstört, mitsamt allem anderen. Augustus, der erste große römische Kaiser. Wie hätte er sich vorstellen können, dass Rom, für ihn die ganze Welt, eines Tages in trümmern liegen würde?
Es ist einer der stillsten und einsamsten Orte Roms.
Die Stadt wuchs durch die Jahrhunderte um das Augusteum herum. Es erscheint einem wie eine kostbare Wunde. Wie Liebeskummer, an dem man festhalten will, weil er so angenehm schmerzt.
Wir alle wollen, dass immer alles so bleibt wie es ist. Wir nehmen es hin unglücklich zu sein aus Angst vor Veränderung. Aus Angst, alles könnte einstürzen. Und dann sah ich mich dort um. Sah die Spuren des Chaos, die es erlitten hatte. Wie es umfunktioniert wurde, verbrannt und geplündert und danach einen Weg fand wieder neu zu entstehen.
Und da war ich beruhigt. Vielleicht war mein leben gar nicht so chaotisch. Vielleicht ist es nur die Welt. Und die einzig wahre Falle ist, sich an irgendwas zu klammern.
Zerstörung ist ein Geschenk. Zerstörung ist der Weg zum Wandel.”
– Eat Pray Love – Elizabeth Gilbert
Originalpost auf „was übrig bleibt“ http://wasuebrigbleibt.tumblr.com/post/71850617373

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