{"id":7992,"date":"2016-04-28T12:46:58","date_gmt":"2016-04-28T11:46:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mokita.de\/blog\/?p=5558"},"modified":"2016-04-28T12:46:58","modified_gmt":"2016-04-28T11:46:58","slug":"film-maengelexemplar-gewinnspiel-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mokita.de\/blog\/2016\/04\/28\/film-maengelexemplar-gewinnspiel-2\/","title":{"rendered":"Film: M\u00e4ngelexemplar ( + Gewinnspiel)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter lazyload\" data-src=\"http:\/\/fs5.directupload.net\/images\/160416\/b45hubwx.jpg\" width=\"724\" height=\"1024\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 724px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 724\/1024;\" \/><\/p>\n<p>Ich habe &#8222;M\u00e4ngelexemplar&#8220; kurz nach dem Erscheinen 2009 gelesen. Ich wei\u00df auch nicht mehr, was die Handlung war, aber ich erinnere mich gut an das Gef\u00fchl. An das &#8222;verstanden f\u00fchlen&#8220;. Kuttners St\u00e4rke in ihren beiden ersten Romanen ist es, Dinge, die man kennt, sehr genau zu beschreiben. Man liest (oder h\u00f6rt) und denkt, ja, genau! So ist es! Sarah Kuttners Figuren waren nie ich, aber ich konnte sie verstehen, konnte ihr Handeln nachvollziehen. Und jetzt kommt die Verfilmung. Davor habe ich den Trailer gesehen, weil, daf\u00fcr sind sie ja da, oder?<\/p>\n<p><iframe title=\"M\u00c4NGELEXEMPLAR | Trailer (XV) german - deutsch [HQ]\" width=\"500\" height=\"281\" data-src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/K3RKQcxb5Kk?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" class=\"lazyload\" data-load-mode=\"1\"><\/iframe><\/p>\n<p>Das Problem ist, dieser hier suggeriert einen Film, den ich nicht sehen m\u00f6chte. Denn das Gef\u00fchl, das ich beim Lesen hatte,\u00a0kommt hier nicht auf. Der Trailer verspricht\u00a0mir eine flache Kom\u00f6die, die auf Lacher und ein paar skurrile Momente und das w\u00e4re schade, wenn das alles ist, was von M\u00e4ngelexemplar \u00fcbrig bleibt.<\/p>\n<p>Mit diesem mauen Gef\u00fchl sa\u00df ich in der Pressevorf\u00fchrung, innerlich die Arme verschr\u00e4nkt. Dann aber, knapp 112 Minuten sp\u00e4ter, bin ich \u00fcberrascht. Denn Laura Lackmann legt mit ihrem Langfilmdeb\u00fct einen Film hin, der es sehr wohl mit dem Gef\u00fchl des Romanes aufnehmen kann. Das\u00a0Gef\u00fchl, dass nicht immer alles geil ist, aber am Ende des Tages wenigstens okay. Und nat\u00fcrlich gibt es die Lacher, die im Trailer zusammengeschnitten sind. Aber im Film, ohne die musische Untermalung im Trailer, sind die Szenen eher tragikkomisch und ber\u00fchren mehr, als der Witz selbst es tut.<\/p>\n<p>Es gibt aber auch ein paar komische Dinge am Film:<\/p>\n<ul>\n<li>Der &#8222;M\u00e4ngelexemplar-Moment&#8220;: Eine Szene\u00a0aus dem Roman, die mir sehr gut in Erinnerung ist, ist jene gegen Ende des Buches, in der quasi der Titel des Buches aufgegriffen und erkl\u00e4rt wird. War f\u00fcr mich ein Schl\u00fcsselmoment, eine tolle Szene, auf die ich mich gefreut habe. Die leider so nicht vorkommt. Klar, der Inhalt der Szene ist verarbeitet, aber der Titel\u00a0wird nur indirekt ziemlich am Anfang des Films aufgegriffen. Sehr schade.<\/li>\n<li>Das innere Kind und die inneren Monologe: Karos inneres Kind wird visualisiert, als Kind, das die gleichen Klamotten tr\u00e4gt. Und im ganzen\u00a0Film gibt es immer wieder innere Monologe aus dem Off. Bei beiden Effekte schwanke ich zwischen &#8222;Das ist eine coole L\u00f6sung&#8220; und &#8222;Echt jetzt?&#8220;. Weil, das Kind stellenweise\u00a0viel zu plump eingesetzt wird und die inneren Monologe immer wieder wie Ausz\u00fcge aus dem H\u00f6rbuch klingen, die es bei richtiger\u00a0Schauspielleistung nicht gebraucht h\u00e4tte. Caro Eisinger bringt die Leistung auch, und dann sehe ich, was mir gleichzeitig noch erz\u00e4hlt wird. Beide Effekte h\u00e4tten mir bei dezenterem Einsatz besser gefallen.<\/li>\n<li>Inkonsequente Designsprache: Beim Filmplakat hat jemand versucht, das Gef\u00fchl des Romanes, das Cover des Romanes durch das\u00a0verknitterten\u00a0Papier anzudeuten. Der Schriftzug dagegen ist ein komplett anderer. Ist okay, dachte ich, wird wohl der aus dem Film sein. Falsch gedacht! Im Film wird wieder eine ganz andere Schrift verwendet. Eine viel kom\u00f6dieskere. Irritiert mich. Und f\u00fchrt zum letzten Punkt:<\/li>\n<li>Der Trailer: Da wird was verkauft, was nicht geliefert wird. In meinem Fall bin ich froh drum. Aber das hei\u00dft, dass man zwei Zielgruppen verprellt: Jene, die das Buch gelesen haben, sagen nach dem Trailer, ne, das ist ja ganz anders, da geh ich nicht rein. Und jene, die das Buch nicht gesehen haben, sehen den Trailer und dann den Film und sagen: Ja, ne, das war ja gar keine Kom\u00f6die. Ist doch f\u00fcr alle dumm. K\u00f6nnte man nicht wenigstens einen zweiten Trailer schneiden, der nicht ganz so kom\u00f6diantisch r\u00fcberkommt?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vielleicht ist es ganz gut, dass meine Lekt\u00fcre schon l\u00e4nger her ist, weil bestimmt ganz viel anders ist, als im Buch. Aber es ist eine gute\u00a0Interpretation des Stoffes, ein sch\u00f6ner Gef\u00fchls\u00fcbermittler. Er wird nicht mein bester Film des Jahres, aber er ist bei weitem besser, als der Trailer es vermuten l\u00e4sst.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.maengelexemplar.x-verleih.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00e4ngelexemplar<\/a> l\u00e4uft ab 12. Mai im Kino.<\/p>\n<h2>Zur Vorfreude gibts ein Gewinnspiel!<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter lazyload\" data-src=\"http:\/\/fs5.directupload.net\/images\/160416\/5vkcnyyi.jpg\" width=\"2592\" height=\"1944\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 2592px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 2592\/1944;\" \/><\/p>\n<p>Ich darf zwei Filmpakete verlosen, die jeweils das Filmplakat (h\u00f6chstwahrscheinlich gr\u00f6\u00dfer, als im Bild) und den <a href=\"http:\/\/www.fischerverlage.de\/buch\/maengelexemplar\/9783596184941\">Roman<\/a>\u00a0beinhalten. <strong>Hinterlasst einen Kommentar (mit g\u00fcltiger Mailadresse), bis zum 5. Mai 23:59 Uhr. Unter allen Kommentaren werden zwei Gewinner gelost.<\/strong><\/p>\n<p>Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, nat\u00fcrlich. Die Gewinne werden von X-Verleih zur Verf\u00fcgung gestellt, diese versenden sie auch. Viel Gl\u00fcck w\u00fcnsche ich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe &#8222;M\u00e4ngelexemplar&#8220; kurz nach dem Erscheinen 2009 gelesen. Ich wei\u00df auch nicht mehr, was die Handlung war, aber ich erinnere mich gut an das Gef\u00fchl. An das &#8222;verstanden f\u00fchlen&#8220;. Kuttners St\u00e4rke in ihren beiden ersten Romanen ist es, Dinge, die man kennt, sehr genau zu beschreiben. Man liest (oder h\u00f6rt) und denkt, ja, genau! 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