{"id":5235,"date":"2015-06-27T13:12:03","date_gmt":"2015-06-27T12:12:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mokita.de\/blog\/?p=5235"},"modified":"2015-06-27T13:12:03","modified_gmt":"2015-06-27T12:12:03","slug":"sarah-wiener-ist-auch-keine-loesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mokita.de\/blog\/2015\/06\/27\/sarah-wiener-ist-auch-keine-loesung\/","title":{"rendered":"Sarah Wiener ist auch keine L\u00f6sung."},"content":{"rendered":"<h6>Die Analyse eines Artikels, der so nicht ver\u00f6ffentlicht h\u00e4tte werden d\u00fcrfte.<\/h6>\n<p>Um jeden auf den gleichen Stand zu bringen: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sarah_Wiener\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sarah Wiener<\/a> ist K\u00f6chin und Restaurantinhaberin und unter ihrem Namen wurde ein Gastbeitrag auf der Webseite des Wirtschaftsmagazins enorm ver\u00f6ffentlicht &#8211; mit dem Titel &#8222;<a href=\"http:\/\/enorm-magazin.de\/vegan-ist-auch-keine-loesung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vegan ist auch keine L\u00f6sung.<\/a>&#8220; Unter dem Artikel, aber auch in den \u00fcblichen Sozialen Netzwerken entwickelt sich seitdem, mal wieder, ein Streit zwischen Veganer, Vegetarier und Fleischesser (Wenn euch ein besserer Begriff einf\u00e4llt, immer her damit).<\/p>\n<p>Das Problem ist aber, dass es im\u00a0Artikel gar nicht um Veganismus geht. Vielmehr ist er eine Sammlung von Plattit\u00fcden und Polemik, der &#8211; bewusst oder unbewusst &#8211; so gebaut ist, dass sich zwei sowieso schon verfeindete Lager nur noch mehr in die Haare kriegen. Dabei sind zwischen all den hohlen Phrasen auch ein paar interessante Gedankeng\u00e4nge, die leider untergehen.<\/p>\n<p>Mir geht es nicht darum, eine Meinung zu Inhalt zu formen, sondern vielmehr die Bauart des Artikels zu analysieren und darzulegen, warum ein Magazin wie enorm so einen Artikel nicht h\u00e4tte ver\u00f6ffentlichen d\u00fcrfen. Gehen wir Absatz f\u00fcr Absatz vor, die \u00dcberschriften lasse ich weg, denn diese werden normalerweise vom Magazin geschrieben und darauf komme ich sp\u00e4ter:<\/p>\n<blockquote><p>Essen ist etwas Kostbares. Ein Genuss! Allerdings haben heute viele das Genie\u00dfen verlernt. Weil wir mit unserem K\u00f6rper, mit unserer Seele nicht mehr verbunden sind, essen wir oft nebenbei. Wir kauen viel zu wenig, wir schlingen. Und denken nicht dar\u00fcber nach, was wir essen, sondern stopfen uns voll mit hochverarbeitetem Fast Food. So mancher hat zu seinem Auto ein innigeres Verh\u00e4ltnis als zu seinem K\u00f6rper. Billig-Benzin, das dem Motor schadet, will keiner in sein Fahrzeug pumpen. Aber das Billigindustrie\u00f6l im Essen: nur rein damit!<\/p><\/blockquote>\n<p>Im ersten Absatz ihres Artikels geht Frau Wiener auf den Wert von Essen ein und kritisiert \u00a0die Fastfoodmentalit\u00e4t der heutigen Generation. Das ist ihr gutes Recht, lediglich die Art, wie sie das macht ist h\u00f6chstens plausibel. Und plausibel ist in diesem Kontext nicht positiv, sp\u00e4ter dazu mehr. Die ersten beiden S\u00e4tze &#8222;Essen ist etwas Kostbares. Ein Genuss!&#8220; stellen eine Behauptung als Tatsache dar,\u00a0w\u00e4hrend sie h\u00f6chstens eine Meinung sein kann. Essen ist zuallererst Nahrungsaufnahme, das Aufrechterhalten der K\u00f6rperfunktionen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Frau Wiener dies als Genuss bezeichnet, gibt es seit Jahrzehnten eine gro\u00dfe Masse an Menschen, die tats\u00e4chlich nur Nahrung aufnehmen wollen, damit sie weiter leben. Die aktuell extremste Form davon sind mehrere Firmen, die <a href=\"http:\/\/www.newyorker.com\/magazine\/2014\/05\/12\/the-end-of-food\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nahrungsmittelersatz<\/a> anbieten, Pulver, welches\u00a0mit Wasser vermischt wird und alle wichtigen N\u00e4hrstoffe liefert, die\u00a0der Mensch braucht. Astronautennahrung, die nicht schmeckt, sondern nur liefert. Und dabei vielleicht immer noch besser ist, als das Fast Food, das wir sonst kennen. Aber das ist ein anderes Thema, worauf ich hinaus will: Ob essen ein Genuss ist, ist eine Meinung, keine Tatsache.<\/p>\n<p>Der Zweite Teil des ersten Absatzes, die Abrechnung mit den Fastfoodl\u00e4den und den Verweis auf Billigindustrie\u00f6l, wirkt wie ein Anachronismus. Der Trend von &#8222;Bio&#8220; boomt, die Besucherzahlen bei McDonalds sind seit Jahren <a href=\"http:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/172245\/umfrage\/haeufigkeit-besuch-bei-mcdonalds\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">r\u00fcckl\u00e4ufig<\/a>, und in jedem Discounter finden sich mittlerweile Produkte und Alternativen, die mit dem gleichen Bio-Siegel versehen sind, wie die <a href=\"http:\/\/www.sarahwiener.de\/de\/shop\/sarahs-produkte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Produkte aus dem Hause Sarah Wiener<\/a> selbst.<\/p>\n<p>Aber wir verstehen, was Frau Wiener sagen will: Essen ist kostbar, Fast-Food nicht, passt auf euren K\u00f6rper auf. \u00dcber Veganismus steht hier nichts.<\/p>\n<blockquote><p>Der n\u00e4chste Punkt ist: Wir essen zu viel Fleisch. In den Industriel\u00e4ndern ist das die gr\u00f6\u00dfte Ern\u00e4hrungss\u00fcnde. Denn dieses Fleisch kommt ganz \u00fcberwiegend aus tierqu\u00e4lerischer Haltung. Und wir unterst\u00fctzen so ein Massentierhaltungssystem, das die W\u00fcrde der Tiere mit F\u00fc\u00dfen tritt und der Umwelt massiv schadet. Zudem spitzt unser hoher Fleischkonsum die globale Ern\u00e4hrungsungerechtigkeit weiter zu. Die Menschen in S\u00fcdamerika zum Beispiel leiden unter unserem immensen Fleischhunger \u2013 denn die Felder, auf denen Getreide und Fr\u00fcchte wachsen sollten, dienen nur dem Anbau von Futtermittel. Machen wir so weiter mit dem Fleischessen, brauchen wir bald eine zweite Erde.<\/p><\/blockquote>\n<p>Nunja, sie fasst den Absatz in den ersten S\u00e4tzen\u00a0zusammen: &#8222;In den Industriel\u00e4ndern ist das die gr\u00f6\u00dfte Ern\u00e4hrungss\u00fcnde.&#8220; Die Erkl\u00e4rung daf\u00fcr k\u00f6nnte so auch genauso bei <a href=\"http:\/\/www.peta.de\/Fleisch-kostet-Leben\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Peta<\/a> stehen. Dort ist es ein wenig ausf\u00fchrlicher. Absatz 2 sagt: Fleisch essen ist nicht gut! Immer noch kein Wort von Veganismus.<\/p>\n<blockquote><p>Und trotzdem wird dieser Gastbeitrag kein Aufruf, sich dem Trend zur veganen Ern\u00e4hrung anzuschlie\u00dfen. Denn leider rettet auch sie nicht die Welt. Sie garantiert noch nicht einmal eine gesunde und nachhaltige Ern\u00e4hrung.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich habe den Absatz nochmal geteilt, weil er thematisch nicht nur ein Absatz ist. Dieser erste Teil sagt \u00fcberhaupt nichts \u00fcber das Thema aus, sondern redet nur \u00fcber den Artikel selbst, meta. Was hier drin steht, steht auch in der \u00dcberschrift und deshalb haben wir angefangen zu lesen. Der Absatz sagt: Veganismus ist nicht gut. Wie im ersten Absatz ist das aber eine Meinung, und es gibt keinerlei Gr\u00fcnde oder Tatsachen dazu.<\/p>\n<blockquote><p>In den letzten Monaten habe ich vegetarisch gelebt. Ich esse generell schon wenig Fleisch, aber zuletzt, w\u00e4hrend einer Auszeit in S\u00fcdamerika, habe ich ganz auf Tierisches verzichtet. Bis auf den einen oder anderen Milchbrei, den ich mir ab und zu gemacht habe. Und hier und da ein L\u00f6ffelchen Honig.<\/p><\/blockquote>\n<p>In dieser kleinen Ausschweifung widerspricht sich Frau Wiener selbst.\u00a0Sie bezeichnet ihre Lebensweise in den letzten Monaten als Vegetarisch, sagt dann aber, sie habe &#8211; mit kleinen Ausnahmen &#8211; \u00a0&#8222;ganz auf Tierisches&#8220; verzichtet. Was nach g\u00e4ngiger Definition Vegan bedeutet. Zweiter Teil des Absatzes sagt also: Sarah Wiener hat in letzter Zeit Vegan gelebt. Das ist zwar das Thema Veganismus aufgegriffen, aber gewiss nicht in die Richtung, in die uns die \u00dcberschrift schicken will.<\/p>\n<blockquote><p>Warum mein Verzicht auf Fleisch und Tier-Produkte? Ganz einfach: Ich konnte mir nicht sicher sein, dass die Tiere artgerecht gehalten wurden. Was sie zu fressen bekamen. Bio steckt in S\u00fcdamerika noch in den Anfangssch\u00fchchen, Transparenz in der Lebensmittelkette ist dort noch ein Fremdwort. F\u00fcr mich ist es kein Genuss, in den Schenkel eines Huhns zu bei\u00dfen, das weder Sonne noch Wind gesp\u00fcrt hat, dessen Schnabel amputiert wurde und das schon nach wenigen Tagen sein K\u00f6rpergewicht kaum mehr tragen konnte. In ihrem kurzen Leben bekommen H\u00e4hnchen bis zu acht verschiedene Antibiotika \u2013 bei einer 40-t\u00e4gigen Mast also statistisch gesehen jeden vierten Tag! Solches Fleisch will ich nicht essen, aus ethischen Gr\u00fcnden. Und als K\u00f6chin w\u00fcrde es mich ekeln, es zuzubereiten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Langsam kommen wir zu den rhetorischen Finessen des Artikels. In dieser Ausf\u00fchrung beschreibt sie die Lage von Bio und Transparenz in der Lebensmittelkette in S\u00fcdamerika und dass diese nicht gut ist. Aber durch genau diesen Satz &#8222;Bio steckt in S\u00fcdamerika noch in den Anfangssch\u00fchchen, Transparenz in der Lebensmittelkette ist dort noch ein Fremdwort.&#8220; und ihre vorherige Aussage, dass sie in Deutschland zwar wenig, aber zumindest Fleisch gegessen hat, impliziert sie, dass die Lage in Deutschland besser ist und man hier sowohl auf &#8222;Bio&#8220; und &#8222;Transparenz in der Lebensmittelkette&#8220; zur\u00fcckgreifen kann. Zumindest ist statistisch <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/ZahlenFakten\/ImFokus\/LandForstwirtschaftFischerei\/BioBetriebeDeutschland.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">belegt<\/a>, dass Deutschland auf einem guten Weg ist.\u00a0Das\u00a0Land, deren Menschen sie im ersten Absatz noch vorwirft, nur hochraffiniertes Fast-Food zu konsumieren. Sneaky, Sarah Wiener!<\/p>\n<p>Was soll uns dieser Absatz sagen?\u00a0In Deutschland sind wir mit hochwertigem Essen besser dran, als in S\u00fcdamerika? Immer noch keine Gr\u00fcnde f\u00fcr oder gegen Veganismus. Den folgenden Langen Artikel teile ich wieder auf.<\/p>\n<blockquote><p>Ich habe Hochachtung und Respekt vor Menschen, die aus Achtung vor dem Tier auf Fleisch und alles andere Tierische verzichten. Sie sind zu Recht w\u00fctend \u00fcber die Zust\u00e4nde in der Landwirtschaft.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wir halten fest: Veganismus geh\u00f6rt respektiert.<\/p>\n<blockquote><p>Was mich aber st\u00f6rt, ist die Haltung vieler, die glauben, allein der Verzicht auf alle tierischen Produkte sei die richtige Antwort.<\/p><\/blockquote>\n<p>Diesen Satz m\u00fcsste man fast Wort f\u00fcr Wort auseinandernehmen. Ersteinmal, &#8222;die Haltung vieler&#8220; geht von einer gro\u00dfen Masse an Leuten aus, die so denken. Ich wei\u00df noch nicht, wie sie denken, aber ich w\u00fcrde gern wissen, wie Frau Wiener darauf kommt, dass viele diese Haltung haben? Wir kommen gleich drauf zur\u00fcck. Diese &#8222;vielen&#8220; denken also, &#8222;allein der Verzicht auf alle tierischen Produkte sei die richtige Antwort.&#8220; Die richtige Antwort auf was? Dieser und die folgenden S\u00e4tze nennt man <a href=\"http:\/\/www.teachsam.de\/deutsch\/d_rhetorik\/argu\/arg_typ1.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Plausible Argumente<\/a>. Die werden eingesetzt, damit die Leute sagen k\u00f6nnen, &#8222;Ja, so ist es doch!&#8220; Aber sobald man dar\u00fcber nachdenkt, bleibt von diesem Argument nichts \u00fcbrig.<\/p>\n<blockquote><p>Vegane Ern\u00e4hrung ist keine L\u00f6sung des Grundproblems!<\/p><\/blockquote>\n<p>Immer noch: Was soll denn das Grundproblem sein? Und wer hat gesagt, dass es darum geht &#8222;das Grundproblem&#8220; zu l\u00f6sen? Vielleicht geht es dem Veganer einfach darum, dass weniger Tiere geschlachtet werden. Oder dass ihm tierische Produkte einfach nicht schmecken. Niemals hat jemand jemals gesagt: &#8222;Werdet Veganer! Das l\u00f6st das Grundproblem!&#8220; Immer noch davon ausgehend, dass wir keine Ahnung von dem Problem haben. Das sind polemische S\u00e4tze, die nur dazu da sind, dass die eine H\u00e4lfte sagen kann, &#8222;Ja, sie hat Recht!&#8220; und die andere H\u00e4lfte das vollkommen verneint.\u00a0Frau Wiener, wir schlittern gerade ganz knapp an Stammtischparolen vorbei.<\/p>\n<blockquote><p>So mancher Veganer baut sich da schlicht eine Parallelwelt auf.<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8222;So mancher&#8220;, ebenso wie &#8222;die Haltung vieler&#8220; bedeutet so viel wie: Das sind ganz sch\u00f6n viele von den Veganern, die &#8222;so&#8220; denken. Wobei wir aber immer noch nicht wissen, worum es geht.<\/p>\n<blockquote><p>Er l\u00e4sst zwar keine Tiere melken, schreddern oder schlachten. Aber durch seinen Verzicht verbessert er auch nichts an den \u00fcblen Verh\u00e4ltnissen in der Nahrungsmittelproduktion.<\/p><\/blockquote>\n<p>Einen Moment. Haben wir, Sarah Wiener,\u00a0das statistische Bundesamt und der ganze Rest, nicht weiter oben festgestellt, dass es in Deutschland um die Nahrungsmittelproduktion gar nicht so schlecht steht? So gut, dass Frau Wiener in diesem Land zumindest manchmal zu Fleisch greift? Woher kommen jetzt die &#8222;\u00fcblen Verh\u00e4ltnissen in der Nahrungsmittelproduktion&#8220;? Auch hier: plausibles Argument. Aus dem heiteren Himmel kommen pl\u00f6tzlich \u00fcble Verh\u00e4ltnisse daher. Und auf diesen baut sich der Rest auf. Ich muss die S\u00e4tze wieder in kleine Brocken aufteilen.<\/p>\n<blockquote><p>Denn: Vegan zu leben f\u00f6rdert weder die Nachfrage nach Produkten aus einer anst\u00e4ndigen Tierhaltung<\/p><\/blockquote>\n<p>Richtig! Vegan zu leben, bedeutet: \u00dcberhaupt keine Nachfrage nach Produkten egal welcher Tierhaltung zu haben! Das ist der Sinn von Veganismus! Und genau daf\u00fcr haben die Veganer ein paar Abs\u00e4tze vorher\u00a0den Segen bekommen.<\/p>\n<blockquote><p>noch die nach nat\u00fcrlichen, \u00f6kologisch erzeugten Lebensmitteln aus der eigenen Region.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und pl\u00f6tzlich werden\u00a0hier &#8222;regional&#8220; und\u00a0&#8222;bio&#8220; ins Spiel gebracht. Erinnern wir uns: Wie leben in einem Land, in dem seit Jahren immer mehr &#8222;Bio&#8220; produziert und konsumiert wird. Und jetzt behauptet Frau Wiener, eine Vegane Lebensform f\u00f6rdert nicht die Nachfrage nach bio und regional. Wieder eine Behauptung, keine Tatsache. Und vor allem: Sie sagt das ganz allgemein. Nicht &#8222;manche veganer&#8220;, sondern &#8222;Vegan zu leben&#8220;. Aus den &#8222;so manchen&#8220; sind alle Veganer geworden, die weder bio noch regional f\u00f6rdern. Das sagt Frau Wiener. Der <a href=\"http:\/\/www.boelw.de\/zahlendatenfakten.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bund \u00d6kologische Lebensmittelwirtschaft<\/a> sieht das anders.\u00a0So schreibt dieser in der <a href=\"http:\/\/www.boelw.de\/fileadmin\/Veranstaltungen\/BIOFACH\/ZDF\/ZDF_2015_Kapitel_7_bio_boomt_bei_vegan.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Brosch\u00fcre aus diesem Jahr<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Rund 0,9 bis 1,2 Mio.\u00a0Menschen in Deutschland ern\u00e4hren sich nach Angaben der Veganen\u00a0Gesellschaft und des Vegetarierbundes vegan; das sind 1,1 bis 1,5 % der Bev\u00f6lkerung. Dieser\u00a0Anteil scheint unbedeutend, doch legt ein Gro\u00dfteil dieser ern\u00e4hrungsbewussten Verbraucher\u00a0Wert auf Bio. Au\u00dferdem bietet der Handel vegane und vegetarische Produkte h\u00e4ufig\u00a0ausschlie\u00dflich in Bio-Qualit\u00e4t an. So entfallen gut zwei Drittel des Umsatzes mit Fleisch- und<br \/>\nMilchersatzprodukten auf Bio-Produkte.<\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcr all das hier ist besonders der letzte Satz interessant. Das bedeutet, dass die Behauptung, auf der dieser Artikel von Frau Wiener fu\u00dft, widerlegt ist. Aber noch etwas anderes ist in diesem Kontext spannend: Es sind etwa 1,5% der deutschen Bev\u00f6lkerung, die Vegan leben. Das hei\u00dft, dass im Schnitt 98,5% der Leute, die Frau Wieners Artikel lesen, bei all den polemischen Parolen sagen werden, &#8222;Ja, sie hat doch Recht!&#8220; und genau diese &#8222;Argumente&#8220; beim n\u00e4chsten Mal einsetzen, wenn sie auf einen der 1,5% stossen. Durch solche Texte und Kniffe wird nur das Unverst\u00e4ndnis gesch\u00fcrt und die beiden, ungleichen, Seiten werden aufeinander gehetzt.<\/p>\n<p>Der Rest des Absatzes fu\u00dft auf dieser\u00a0falschen Behauptung, ich brauche da nicht weiter darauf einzugehen, lasse ihn aber der Vollst\u00e4ndigkeit halber stehen. Jetzt haben wir ja die rhetorischen Kniffe verstanden, hier sehen wir sie nochmal in Aktion.<\/p>\n<blockquote><p>Im Gegenteil: Auch vegane Industrieprodukte lassen B\u00f6den erodieren, versauen das Klima und vergiften das Wasser. Das System, in dem sie entstehen, ist ebenso grundlegend falsch wie das System der Fleischproduktion. Nat\u00fcrlich gibt es auch unter Veganern Menschen, die auf Fertigprodukte und industrielle Lebensmittel verzichten, die sich biologisch und regional ern\u00e4hren. Aber auf dem Trendmarkt Veganismus boomen eben auch all die Kunstprodukte von Seitan-Truthahn bis zum Soja-Hamburger.<\/p><\/blockquote>\n<p>Um den Absatz abzuschlie\u00dfen, eigentlich will er sagen: Vegan essen ist genauso sch\u00e4dlich f\u00fcr die Umwelt, wie konventionell zu essen. Diese Behauptung l\u00e4sst sich nicht halten. Aber was hier noch, fast im Nebensatz, eingebracht wird: Es wird kein Unterschied gemacht zwischen Fleischalternativen und Fleischersatzprodukten. Hier wird nicht behauptet, sondern durch die Wortwahl impliziert: Der Gro\u00dfteil der Veganer konsumiert\u00a0Fleischersatzprodukte.<\/p>\n<blockquote><p>Ich glaube, dass sich viel Angst und Unsicherheit in unseren Essgewohnheiten ausdr\u00fcckt. Nahrung wird uns zur Ersatzreligion. Wir stellen strenge, zum Teil absurde Essensregeln auf, durchleuchten Speisepl\u00e4ne bis ins letzte Molek\u00fcl, unterwerfen uns Verboten f\u00fcr bestimmte Nahrungsmittelgruppen \u2013 nur, um zumindest ein bisschen Kontrolle \u00fcber unser zunehmend komplexes Leben zu gewinnen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Frau Wiener beginnt diesen Absatz mit &#8222;Ich glaube&#8220;, also eindeutig eine eigene Meinung, die aber mitten im Absatz von einer Meinung zu einer Behauptung erhoben wird.<\/p>\n<blockquote><p>Die Nahrungsmittelindustrie seziert unser Essen wie Frankenstein seine Leichen. Und dann baut sie es wieder zusammen und serviert es als sterilisierte Kunstprodukte, angereichert mit Aromastoffen, Geschmacksstoffen, Farbstoffen und Emulgatoren \u2013 um am Ende ein bestimmtes Bissgef\u00fchl und den gew\u00fcnschten Look zu schaffen. Als Beispiel daf\u00fcr muss man gar nicht so extreme Ausw\u00fcchse heranziehen wie tierfreie Shrimps oder milchfreien K\u00e4se.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier werden, sie sagt es selbst, Extrembeispiele angef\u00fchrt, die aber dann als Sinnbild f\u00fcr die gesamte Industrie und Branche genommen werden. Was Frau Wiener sagt, ist nicht falsch, aber durch den Kontext vergilbt der Absatz zur reinen Polemik.<\/p>\n<blockquote><p>Es f\u00e4ngt schon bei einer schlichten Sojamilch an. Kochen und dr\u00fccken Sie Sojabohnen einmal aus \u2013 die Br\u00fche ist kaum trinkbar, die m\u00f6chte sich niemand in seine Latte Macchiato kippen. Die Sojamilch, die heute in jedem Supermarkt steht, ist ein hochverarbeitetes Industrie-Produkt \u2013 und in etwa so k\u00fcnstlich wie eine Cola.<\/p><\/blockquote>\n<p>Allein das Wort in diesem Kontext zu benutzen ist problematisch, denn das Getr\u00e4nk <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cola\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cola<\/a>\u00a0kann sehr wohl nat\u00fcrlich hergestellt werden. Aber hier wird es als Sinnbild und Phrase f\u00fcr den uns allen am besten bekannten Colahersteller genommen, samt den Bildern mit den Zuckerst\u00fcckchen und dem Fleisch, welches sich in einem Glas voll Cola aufl\u00f6st: Das Sinnbild schlechter Nahrungsmittel. Gehen wir also davon aus, dass Frau Wiener diese eine bestimmte Cola meint. Dann ist doch der Vergleich allein deshalb nicht haltbar, weil jede Sojamilch, die ich kenne, mindestens Bio ist.<\/p>\n<blockquote><p>Das Schlimme ist: Vor stark industrialisierten Nahrungsmitteln ist man heute in keinem Supermarkt mehr sicher. Auch bei Bio entdeckt der clevere Stratege, dass man nicht unbedingt Idealist und \u00dcberzeugungst\u00e4ter sein muss, um am Bio-Trend mitzuverdienen. Geld regiert die Welt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Steht da wirklich &#8222;Geld regiert die Welt&#8220;? Ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte\/G#Geld_regiert_die_Welt.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sprichwort<\/a>, welches seit mehr als 399 Jahren verwendet wird, muss jetzt als Argument daf\u00fcr herhalten, dass auch bei Bio nicht alles koscher ist? Ich meinte ja, nicht alles, was Frau Wiener sagt, ist falsch. Dass auch mit jedem Boom versucht wird, Geld zu machen, ist klar. Und dass also auch bei Bio nicht alles gr\u00fcn ist &#8211; Haha &#8211; ist eine Sache, die man ruhig mal sagen kann. Wurde auch schon <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/tipps-fuer-verbraucher-die-groessten-lebensmittelluegen-1.1302653-5\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gemacht<\/a>. Aber das doch bitte nicht mit diesem Sprichwort, das auch noch falsch verwendet wird!\u00a0&#8222;Geld regiert die Welt&#8220; bedeutet: Wer Geld hat, hat Macht. Was Frau Wiener aber sagen will: Wo man Geld verdienen kann, wird keine R\u00fccksicht genommen. Ganz anderer Kontext, da hat dieses\u00a0Sprichwort nichts zu suchen. Und habt ihr es bemerkt? Von Veganismus ist mal wieder nicht die Rede, hier geht es rein um Bio.<\/p>\n<blockquote><p>Sicher, in Bio-Lebensmitteln sind immerhin viel weniger Zusatzstoffe erlaubt sowie Pestizide und Minerald\u00fcnger verboten. Anbauverb\u00e4nde garantieren hohe Standards. Aber ansonsten: Auch dort steht viel Industrielles in den Regalen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch in diesem Teil werden verschiedene Begriffe durcheinander gebracht. Sp\u00e4testens ab hier wird das Wort &#8222;industriell&#8220; negativ besetzt. Dabei bedeutet es erstmal, dass etwas die Industrie betreffend ist. Und zur Lebensmittelindustrie geh\u00f6rt alles, bis egal welches\u00a0Essen vor uns auf dem Teller liegt, ganz egal, ob Bio oder nicht. Auch das Pfl\u00fccken und abpacken regionaler \u00c4pfel ist eine Industrie. Wieso ist &#8222;industrielles&#8220; jetzt schlecht? Weil es vorher mit &#8222;k\u00fcnstlich&#8220; in Verbindung gebracht wurde. Hier werden wieder Worte in Kontext gesetzt, den sie urspr\u00fcnglich nicht haben.<\/p>\n<blockquote><p>Und im konventionellen Handel?<\/p><\/blockquote>\n<p>Warum reden wir jetzt \u00fcber den konventionellen Handel? Und wir erinnern uns, &#8222;gut zwei Drittel des Umsatzes mit Fleisch- und\u00a0Milchersatzprodukten [entfallen] auf Bio-Produkte&#8220;.<\/p>\n<blockquote><p>Ein Grauen, das ich nicht als genie\u00dfbar bezeichnen w\u00fcrde: Eingeschwei\u00dfte, normierte und schrill verpackte Aufforderungen, die schreien: Kauf mich! Friss mich! Nimm zwei von mir! Vorne drauf ein Bild, das der Realit\u00e4t Hohn spottet. Was wirklich drinsteckt, ist so klein aufgedruckt und ellenlang, dass es kaum zu lesen ist \u2013 und wenn doch, versteht man trotzdem nichts.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das alte Bild der Mogelpackungen ist nicht grunds\u00e4tzlich falsch, hat aber in diesem Artikel \u00fcber Veganismus aber nichts zu suchen. Als ob das Grauen bei Fleischessern weniger schlimm sei.<\/p>\n<blockquote><p>Vegane Ersatzprodukte sind ein Tor f\u00fcr die Nahrungsmittelindustrie, um noch mehr k\u00fcnstliche, stark verarbeitete Lebensmittel minderer Qualit\u00e4t auf den Markt zu werfen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Immer noch:\u00a0&#8222;Gut zwei Drittel des Umsatzes mit Fleisch- und\u00a0Milchersatzprodukten [entfallen] auf Bio-Produkte&#8220;. Wieners\u00a0Behauptung ist nicht haltbar und vermischt gleichzeitig Worte wie &#8222;k\u00fcnstlich&#8220; und &#8222;verarbeitet&#8220;. Und immer noch wird kein Unterschied gemacht zwischen Ersatz und Alternative.<\/p>\n<blockquote><p>Aber je gezielter und selbstverst\u00e4ndlicher wir unsere Nahrungsmittel nach unserer Vorstellung kreieren,<\/p><\/blockquote>\n<p>Wo genau machen wir das? Und wer genau ist &#8222;wir&#8220;? Die 1,5% der Veganer? Oder &#8222;die Industrie&#8220;? Polemische Aussage.<\/p>\n<blockquote><p>desto mehr entfernen wir uns von der Natur \u2013 und damit von unseren Wurzeln.<\/p><\/blockquote>\n<p>Plausibles Argument. Nicht haltbar und falsch. Als ob es vor dem Trend des Veganismus nat\u00fcrlicher zugegangen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Und jetzt kommt das einzige Argument &#8222;gegen&#8220; Veganismus im gesamten Artikel, verpackt zwischen kruden anderen Behauptungen:<\/p>\n<blockquote><p>F\u00fcr mich stellt sich durchaus die Frage, ob es nicht unser Schicksal ist, auch Tiere zu essen<\/p><\/blockquote>\n<p>Schicksal ist ein gro\u00dfes, nicht sauber definiertes Wort. Wir &#8222;m\u00fcssen&#8220; also Tiere essen?<\/p>\n<blockquote><p>\u2013 weil wir Allesfresser sind,<\/p><\/blockquote>\n<p>Was so viel bedeutet, wie: Unser Nahrungsmittelsystem ist in der Lage, alles zu verarbeiten, was wir ihm vorsetzen. Was aber nicht bedeutet, dass wir es auch tun m\u00fcssen. Nur weil wir Allesfresser sind, fressen wir nicht alles. (Auch das ist \u00fcbrigens eine rhetorische Form, etwas mit sich selbst zu erkl\u00e4ren. Nennt sich Tautologie.)<\/p>\n<blockquote><p>weil wir bestimmte tierische Enzyme brauchen, um gesund zu bleiben<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier! Der K\u00f6rper ist vielleicht gar nicht dazu ausgelegt, vegan zu leben! Ein sehr streitbares Thema und wie gesagt, das einzige Argument. Meines Wissens ist es zumindest ungleich viel schwerer, manche N\u00e4hrstoffe auf rein veganem Wege zu konsumieren. Schwerer, aber nicht unm\u00f6glich. Die Frage ist dann, ob wir unseren Fokus auf das Wohl der Tiere oder auf das eigene legen.<\/p>\n<blockquote><p>und weil der Tierdung unsere Felder d\u00fcngt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Um Tierdung zu erhalten, ist es nicht n\u00f6tig, das Tier zuvor zu essen.<\/p>\n<blockquote><p>Doch eines muss klar sein: Unsere Bestimmung ist sicher nicht, Tiere wesensfremd zu halten und zu f\u00fcttern \u2013 und ihnen keinen w\u00fcrdevollen Platz als Mitgesch\u00f6pfen einzur\u00e4umen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieser Absatz sagt: Tiere sind Respektvoll zu behandeln. Da wird nichts zu Veganismus gesagt und jeder Veganer wird zustimmen.<\/p>\n<blockquote><p>Was will ich damit sagen? Es ist nicht einfach mit der richtigen Ern\u00e4hrung in diesen Zeiten. Wir haben alle schon genug Stress zu Hause und im Job. Wir k\u00f6nnen nicht alle zu Ern\u00e4hrungsexperten werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Absatz sagt: Sich richtig zu ern\u00e4hren, ist nicht ganz leicht. Ich habe die Argumente daf\u00fcr zwar nicht ganz rauslesen k\u00f6nnen, aber ich stimme zu. Aber: Wo ist der Veganismus in diesem Moment? Es ist ja ebenso schwer f\u00fcr einen konventionellen Esser, wie f\u00fcr alle anderen auch. Dieses Argument gilt f\u00fcr alle.<\/p>\n<blockquote><p>Die L\u00f6sung aber ist ganz einfach. Denn die simpelsten Wahrheiten sind immer noch die besten: Kochen Sie selber und mit nat\u00fcrlichen Zutaten. Kaufen Sie saisonal und regional. Und essen Sie nur ab und zu ein St\u00fcckchen Fleisch \u2013 aus artgerechter Tierhaltung!<\/p><\/blockquote>\n<p>Ob die L\u00f6sung, oder besser die Umsetzung, wirklich so einfach ist, ist die eine Sache. Die andere ist: Was bittesehr hat dieser Schluss mit Veganismus zu tun? Gar nichts, wie \u00fcbrigens fast der gesamte Artikel zuvor auch. Er behauptet, Veganer sein sei nicht die L\u00f6sung (f\u00fcr was auch immer), sagt aber nicht, warum.<\/p>\n<p>Im Endeffekt haben wir hier einen Artikel, der in manchen Punkten, wie die Vorsicht bei &#8222;Bio&#8220;-Produkten und das Problem von Fleischersatzprodukten, gute Dinge anspricht, der aber durch seine Art gegen eine Ern\u00e4hrungsweise aufhetzt, die \u00fcberhaupt nichts damit zu tun hat. Und um bei der L\u00f6sung rauzukommen, bei der Frau Wiener am Ende rauskommt, h\u00e4tte es den Veganismus nicht gebraucht. Im Gegenteil, vielleicht ist der Apell sinnvoller, wenn er an die 98,5% der Deutschen geht. Und nicht an die 1,5%, deren Gro\u00dfteil als &#8222;ern\u00e4hrungsbewusst&#8220; gilt.<\/p>\n<p>Keiner, der den Artikel liest, sagt, &#8222;Ja, Sarah Wiener hat Recht, lasst uns wieder nat\u00fcrlicher und regionaler einkaufen und essen.&#8220; Stattdessen schreien sich die Veganer und die Fleischesser an, wer nun &#8222;besser&#8220; ist. Und hier kommen wir endlich zum enorm-Magazin. Ein Artikel, eine Sammlung an Behauptungen wie dieser, der journalistisch nicht haltbar ist, der sich durchweg schwarzer Rhetorik bedient und dann auch noch mit so einer \u00dcberschrift und diesen Zwischen\u00fcberschriften gespickt wird, hat meiner Meinung nach nur den Zweck, Klicks und Kommentare zu erzeugen, aber nichts zu diesem Thema beizusteuern. Und das in diesem Wirtschaftsmagazin zu finden, empfinde ich als Armutszeugnis f\u00fcr die Redaktion. Das solltet ihr besser k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eins noch: Ich bin <a href=\"http:\/\/www.mokita.de\/blog\/2014\/09\/08\/asket-sein-eine-liste-samt-antworten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vieles<\/a>, aber kein Veganer. Mir geht es hierbei nicht darum, meine Meinung zu st\u00e4rken. Aber zuzusehen, wie mit solchen Artikeln samt seiner Falschaussagen Missverst\u00e4ndnisse gesch\u00fcrt werden und gegen pers\u00f6nliche Einstellungen von wem auch gehetzt wird, macht mir ein beschissenes Gef\u00fchl. Und ich habe ungern ein beschissenes Gef\u00fchl.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Analyse eines Artikels, der so nicht ver\u00f6ffentlicht h\u00e4tte werden d\u00fcrfte. 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