{"id":4621,"date":"2013-12-16T18:37:02","date_gmt":"2013-12-16T17:37:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mokita.de\/blog\/?p=4621"},"modified":"2013-12-16T18:37:02","modified_gmt":"2013-12-16T17:37:02","slug":"heute-habe-ich-einen-roman-fertig-geschrieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mokita.de\/blog\/2013\/12\/16\/heute-habe-ich-einen-roman-fertig-geschrieben\/","title":{"rendered":"Heute habe ich einen Roman fertig geschrieben."},"content":{"rendered":"<p>Am 17. Januar diesen Jahres habe ich auf einer Schreibmaschine die ersten f\u00fcnf Seiten eines Romanmanuskriptes begonnen. Nach 5 Seiten habe ich die Geschichte zur Seite gelegt, weil ich erst noch die erste Rohfassung von &#8222;<a href=\"http:\/\/www.mokita.de\/blog\/2013\/04\/23\/heute-habe-ich-meinen-roman-fertig-geschrieben\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dimensionsspr\u00fcnge<\/a>&#8220; fertig schreiben wollte. Das war am 23. April. Seitdem habe ich fast t\u00e4glich an diesem neuen Roman geschrieben. Heute &#8211; fast genau elf Monate sp\u00e4ter &#8211; habe ich ihn fertig gemacht. Also, die erste Rohfassung. Rund 54000 Worte. Jetzt muss das eine kurze Weile ruhen, dann muss ich da nochmal dr\u00fcber. Wahrscheinlich noch ein paarmal. Und dann geht es an die Verlagssuche. Oder die Suche nach der Form besten Ver\u00f6ffentlichung. Aber trotzdem, einen Roman fertig zu schreiben ist jedes Mal ein <a href=\"http:\/\/www.mokita.de\/blog\/2013\/12\/16\/tolle-worte-vi-wow\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wow-Moment<\/a>!<\/p>\n<blockquote><p>Ein \u201eWow\u201c-Moment ist ein Moment, in dem deine eigene pers\u00f6nliche Welt den Atem anh\u00e4lt und alles um dich herum sagt und f\u00fchlt und denkt zusammen mit dir: \u201eWow!\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Das gute Ding hei\u00dft<\/p>\n<p><strong>&#8222;<a title=\"Romanprojekt: Eine Nacht mit gen\u00fcgend Schlaf ist nur eine weitere, an die du dich nicht erinnern wirst.\" href=\"http:\/\/www.mokita.de\/blog\/texte\/eine-nacht-mit-genuegend-schlaf\/\">Eine Nacht mit gen\u00fcgend Schlaf ist nur eine weitere, an die du dich nicht erinnern wirst<\/a>.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>und weil ich auf eine unglaublich ruhige Art erleichtert und traurig und zufrieden und so weiter bin, wie das eben immer ist, wenn man ein gutes Buch zu Ende hat, hier die ersten drei Abs\u00e4tze aus der Rohfassung. Die passende Musik dazu gibt&#8217;s <a href=\"http:\/\/www.mokita.de\/blog\/2013\/08\/27\/der-spotify-soundtrack-zu-meinem-naechsten-roman\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>. Viel Spa\u00df!<\/p>\n<blockquote>\n<p dir=\"ltr\">H\u00e4tte Katharina sich ein Wetter f\u00fcr ihre Beerdigung aussuchen k\u00f6nnen, w\u00e4re es wahrscheinlich genau dieses gewesen. Es war einer der ersten Fr\u00fchlingstage des Jahres. Der Winter war hart und lang gewesen, viel l\u00e4nger, als es gebraucht h\u00e4tte, die Menschen im S\u00fcden Deutschlands daran zu erinnern, wie sch\u00f6n der Fr\u00fchling und der Sommer sein konnten.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Jetzt aber war der Fr\u00fchling da, passend zur Beerdigung seiner Frau. Die B\u00e4ume um sie herum bl\u00fchten und das Gras strahlte in saftigem Gr\u00fcn. V\u00f6gel, die sich an die Anwesenheit von Menschen gew\u00f6hnt hatten, drehten ihre Runden und begleiteten die kleine Zeremonie zu der Stelle, an der die die Mitarbeiter des Friedhofs am Tag zuvor das Grab ausgehoben hatten. David lief direkt hinter dem kleinen W\u00e4gelchen, auf welchem de Sarg von Katharina aufgebahrt war. Wie alle anderen war er in einen dunklen Anzug gekleidet, er schwitzte und weinte und die Tr\u00e4nen vermischten sich auf dem Weg nach unten mit dem Schwei\u00df. Er hatte die gesamte Zeremonie \u00fcber in der ersten Reihe gesessen und nichts von all den guten Worten \u00fcber seine Frau mitbekommen. Selbst jetzt, an der Seite seiner Mutter, konnte er nicht begreifen, was hier gerade geschah.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Die alten M\u00e4nner, die den Sarg geschoben hatten, hievten ihn nun langsam in das Loch. Was f\u00fcr ein sch\u00f6ner Gedanke, Katharina k\u00f6nnte schon jetzt irgendwo sein, das Wetter mitbestimmen und l\u00e4ge nicht in diesem Sarg, der gerade hinabgelassen wurde. Die alten M\u00e4nner, konnten sie eigentlich noch aufrichtig traurig sein, bei all den Beerdigungen fremder Menschen, die sie begleiteten? Jedenfalls, sie zogen die Seile wieder nach oben und entfernten sich diskret. Der Pfarrer \u00e4u\u00dferte wieder ein paar Worte, Kauderwelsch in pastoralem Singsang, dann schmiss David als erster ein Sch\u00e4ufelchen Erde auf den nagelneuen Sarg. Und eine Blume hinterher. Dann stand er an dem Grab seiner Frau. 28 Jahre alt und Witwer.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: right;\">Aus &#8222;Eine Nacht mit gen\u00fcgend Schlaf ist nur eine weitere, an die du dich nicht erinnern wirst.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 17. Januar diesen Jahres habe ich auf einer Schreibmaschine die ersten f\u00fcnf Seiten eines Romanmanuskriptes begonnen. Nach 5 Seiten habe ich die Geschichte zur Seite gelegt, weil ich erst noch die erste Rohfassung von &#8222;Dimensionsspr\u00fcnge&#8220; fertig schreiben wollte. Das war am 23. April. Seitdem habe ich fast t\u00e4glich an diesem neuen Roman geschrieben. 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