{"id":4071,"date":"2012-09-20T22:23:19","date_gmt":"2012-09-20T21:23:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mokita.de\/blog\/?p=4071"},"modified":"2012-09-20T22:23:19","modified_gmt":"2012-09-20T21:23:19","slug":"das-leben-ist-ein-erdbeben-indie-autor-werden-teil-1-die-entscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mokita.de\/blog\/2012\/09\/20\/das-leben-ist-ein-erdbeben-indie-autor-werden-teil-1-die-entscheidung\/","title":{"rendered":"Das Leben ist ein Erdbeben. Indie-Autor werden Teil 1: Die Entscheidung."},"content":{"rendered":"<p><em><img decoding=\"async\" class=\"alignright lazyload\" alt=\"\" data-src=\"http:\/\/s7.directupload.net\/images\/user\/140322\/pr2icyeo.png\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" \/>Am 24. November 2012 ver\u00f6ffentliche ich als Indie-Autor ohne Verlag meinen ersten Roman &#8222;Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem T\u00fcrrahmen.&#8220; Diese Serie berichtet von der Reise vom\u00a0Text in meinem Rechner bis zum fertigen Buch in\u00a0euren H\u00e4nden.<\/em><\/p>\n<p><strong>Der Auftakt.<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Romanschreiben ist in Deutschland Volkssport<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2298947\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Marcel<\/a>\u00a0<a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2298947\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reich-Ranicki<\/a><\/em><\/p>\n<p>Ich muss oft an\u00a0dieses Zitat denken, denn zumindest auf mich trifft es zu. Ich beschloss\u00a0mit 16, einen Roman zu schreiben. Tat ich dann auch. Zumindest zum Teil.\u00a0Mit 18 dann beendete ich zum ersten Mal einen Roman mit dem Arbeitstitel<br \/>\n\u201c<a href=\"http:\/\/www.mokita.de\/blog\/uber\/mokita\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mokita<\/a>\u201d.\u00a0Kurz zum Inhalt: Es geht um Pornos, Leben &amp; Tod:<\/p>\n<div title=\"Page 2\">\n<div>\n<div>\n<div>\n<blockquote><p>Will liebt das Schreiben und hasst Kinder. Will steht auf der Stra\u00dfe. Will braucht Geld. Seine schwester nimmt ihn auf, wenn er im Gegenzug auf ihre Kinder aufpasst. Sein bester Freund besorgt ihm einen Job als Pornogeschichtenschreiber. Zwischen dem H\u00fcten der Kinder und dem Erfahrungen sammeln f\u00fcr seine Geschichten kommt da nat\u00fcrlich auch noch die Liebe ins Spiel und nichts passt zusammen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Also, ich dachte damals, er sei beendet. Mittlerweile wei\u00df ich, dass\u00a0man das erstmal Rohfassung nennt. Das ist sechs Jahre her und der Roman hei\u00dft jetzt &#8222;Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem T\u00fcrrahmen&#8220;. Ich behaupte\u00a0jetzt, dass es bei k\u00fcnstlerischen Projekten niemals ein \u201cfertig\u201d gibt.\u00a0Aber ich bin der \u00dcberzeugung, dass &#8222;Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem T\u00fcrrahmen&#8220;\u00a0mittlerweile in einem\u00a0ver\u00f6ffentlichungsw\u00fcrdigem Zustand ist. In den letzten sechs Jahren habe\u00a0ich mich aber auch viel mit Verlagen und Manuskripteinreichungen und\u00a0Verlegern besch\u00e4ftigt. Die Lage ist die: In Deutschland gibt es mehr als\u00a0<a href=\"http:\/\/digilink.digibib.net\/cgi-bin\/links.pl?View=category&amp;Sigel=HBZWK&amp;Category=4734\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">7000 Verlage<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Zumindest die gr\u00f6\u00dferen unter ihnen <a href=\"http:\/\/luebbe.de\/Kontakt\/Manuskripteinsendungen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">behaupten<\/a>, mehrere tausend<br \/>\nunverlangte Manuskripte pro Jahr zu erhalten. Der gr\u00f6\u00dfte Teil des<br \/>\nProgrammes besteht aber aus \u00dcbersetzungen und etablierten deutschen Autoren.<\/p>\n<p>Ehrlich gesagt, so richtig hab\u2019 ich das mit den Verlagen gar nicht<br \/>\nprobiert. Ich habe den Roman zwar per Mail an ein paar Verlage geschickt, aber das eher halbherzig. Ich will meinen ersten Roman n\u00e4mlich selbst verlegen. Und der\u00a0erste und wichtigste Grund daf\u00fcr ist: Weil ich es kann!<\/p>\n<p>Heutzutage gibt es alle M\u00f6glichkeiten, seine Werke selbst\u00a0zu ver\u00f6ffentlichen. Und dabei Kontrolle \u00fcber alles zu haben. In dieser Serie\u00a0werde ich regelm\u00e4\u00dfig berichten, welche Stolpersteine es\u00a0auf dem Weg vom fertigen Text in meinem Rechner zum fertigen Buch in\u00a0euren H\u00e4nden gibt.<\/p>\n<p><strong>Der Plan.<\/strong><\/p>\n<p>Das Wichtigste war, f\u00fcr mich zu entscheiden, den Roman selbst zu verlegen. Es<br \/>\nist ein gutes Gef\u00fchl, die Entscheidung und die Verantwortung zu<br \/>\n\u00fcbernehmen. Der Plan ist:<br \/>\nEs wird erstens eine kostenlose Creative Commons PDF Version geben.<br \/>\nZweitens wird es eine\u00a0erschwingliche Printausgabe geben. \u00dcber alles Andere denke ich gerade noch nach.<\/p>\n<p><strong>Warum verschenkst du das Buch online und wieso Creative Commons?<\/strong><\/p>\n<p>Meine ersten Erfahrungen mit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Creative_Commons\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Creative Commons<\/a> (auf deutsch: kreatives Allgemeingut) habe ich 2009 bei meinem <a href=\"http:\/\/littlebrotherhoerbuch.wordpress.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Little Brother H\u00f6rbuch<\/a> gemacht. Der kanadische Autor <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cory_Doctorow\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cory Doctorow<\/a> ver\u00f6ffentlicht seine B\u00fccher gleichzeitig als Printausgabe im regul\u00e4ren Verkauf und als kostenlose digitale Version online. Und er erlaubt, durch die Creative Commons, die kostenlose Version weiterzuverarbeiten. Dies erm\u00f6glichte zwei Jahre vor der deutschen <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3499257823\/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3499257823&amp;linkCode=as2&amp;tag=mokita-21\">kommerziellen Version<\/a><img decoding=\"async\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=mokita-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3499257823\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" \/> eine <a href=\"http:\/\/cwoehrl.de\/tabtexte\/text.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">digitale \u00dcbersetzung von Christian W\u00f6hrl<\/a> und auf Basis dieser mein H\u00f6rbuch.\u00a0Ebenfalls kostenlos.<br \/>\nFragt man Doctorow, ob er denn keine Angst vor Verlusten durch das kostenlose Ver\u00f6ffentlichen seiner Werke Verluste hat, antwortet er, ganz im Gegenteil. Er ist noch viel zu unbekannt, als das Leute seine B\u00fccher raubkopieren w\u00fcrden. Und wenn jemand das wollte, dann w\u00fcrde er sich auch nicht durch Gesetze davon abhalten lassen. Dann kann er auch gleich die B\u00fccher selbst kostenlos online stellen. Das wirklich Interessante daran ist: Doctorows B\u00fccher sind dennoch in den Bestsellerlisten zu finden. Denn genug Leute kaufen trotz der kostenlosen M\u00f6glichkeit seine B\u00fccher. Im Grunde sind diese nur gutes Marketing f\u00fcr ihn, wenn die Leute seine B\u00fccher dann weiter verteilen und ihn dadurch bekannter machen.<br \/>\nIch mag die Idee, Kunst auf diese Art weitergeben zu k\u00f6nnen und jedem die M\u00f6glichkeit zu lassen, sie zu remixen, sie weiterzuverarbeiten. In der Musik sind Samples, Cover und Neuinterpretationen schon lange zu finden. Diese M\u00f6glichkeit w\u00fcrde ich gerne auch f\u00fcr Literatur haben. Deshalb will ich meinen ersten Roman auch unter Creative Commons stellen und kostenlos verf\u00fcgbar machen. Aber gleichzeitig f\u00fcr jeden, der will, auch noch eine gut gemachte Printausgabe bereit stellen.<\/p>\n<p><strong>Warum suchst du dir keinen Verlag?<\/strong><\/p>\n<p>Diese Frage beantwortet sich im Grunde durch den Wunsch nach Creative Commons. Ich glaube, derzeit w\u00fcrde ich keinen Verlag finden, der eine kostenlose Digitale Version als Marketingm\u00f6glichkeit und Kulturunterst\u00fctzung sieht. Noch haben die Verlage Angst davor, durch so eine Version weniger gedruckte B\u00fccher zu verkaufen. ABER: Ich lasse mich gern vom Gegenteil \u00fcberzeugen! Vielleicht findet sich ja ein Verlag, der gemeinsam mit mir auf die Reise geht.<\/p>\n<p><strong>Los geht\u2019s:<\/strong><\/p>\n<p>Ich dachte, mit dem Schreiben des Romans h\u00e4tte ich den gr\u00f6\u00dften Teil der Arbeit hinter mir. Falsch gedacht. Im n\u00e4chsten Teil geht es um das Lektorat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 24. November 2012 ver\u00f6ffentliche ich als Indie-Autor ohne Verlag meinen ersten Roman &#8222;Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem T\u00fcrrahmen.&#8220; Diese Serie berichtet von der Reise vom\u00a0Text in meinem Rechner bis zum fertigen Buch in\u00a0euren H\u00e4nden. Der Auftakt. 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