{"id":1496,"date":"2010-02-15T12:02:10","date_gmt":"2010-02-15T11:02:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mokita.de\/blog\/?p=1496"},"modified":"2010-02-15T12:02:10","modified_gmt":"2010-02-15T11:02:10","slug":"text-der-tag-des-eichhornchens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mokita.de\/blog\/2010\/02\/15\/text-der-tag-des-eichhornchens\/","title":{"rendered":"Text: Der Tag des Eichh\u00f6rnchens"},"content":{"rendered":"<p>Der Klang der Melodie ber\u00fchrte die Seele des Eichh\u00f6rnchens jedes Mal, wenn Maurice auf seiner Klarinette spielte. Unz\u00e4hlige Stunden seines Lebens, welches niemals die Ziellinie zu erreichen schien, verbrachte der M\u00f6nch in der Natur und jedes Mal war er aufs neue fasziniert, wie wundersch\u00f6n sie war. Gef\u00fchle erf\u00fcllten ihn. Gef\u00fchle, die niemals durch Worte ausgedr\u00fcckt werden k\u00f6nnen. Gef\u00fchle, die ihren Weg aus seiner Seele nur durch den Klang seiner Klarinette finden k\u00f6nnen. <!--more-->Die Melodie seiner Gef\u00fchle waren seine Verbindung zur Natur, seine Verbindung zu Gott.<br \/>\nIn der Natur konnte er seinen Gef\u00fchlen freien Lauf lassen.<br \/>\nKurz nachdem er seinen Weg in die Natur gefunden hatte, fand das Eichh\u00f6rnchen seinen Weg zu dem M\u00f6nch. Zeit verging und das Eichh\u00f6rnchen wurde ein guter Freund von Maurice. Und der M\u00f6nch erlebte ein weiteres Wunder des Lebens, als sein neuer Freund begann, einen einzigartigen Eichh\u00f6rnchentanz zu tanzen. Der kleine T\u00e4nzer bewegte seinen K\u00f6rper zu der Melodie des M\u00f6nches auf eine Art, welche Maurice noch nie gesehen hatte.<br \/>\nAber jedes Mal, wenn der M\u00f6nch versuchte die wundersame Kreatur zu ber\u00fchren, versagte er. Schnell wie der Blitz entzog sich der kleine T\u00e4nzer den H\u00e4nden des M\u00f6nchs, sobald er dem seidenen Fell zu nahe kam. Aber obwohl das Eichh\u00f6rnchen jedesmal aus der Reichweite des M\u00f6nchs sprang, sah er niemals ein Zeichen von Angst in den Augen des kleinen Wesens. Stattdessen schien der kleine T\u00e4nzer ihn anzuzwinkern und zu l\u00e4cheln.<br \/>\nAlso musste Maurice sich damit zufrieden geben, dem kleinen T\u00e4nzer zuzusehen, wie er zu seinen vertonten Gef\u00fchlen tanzte. Aber allein das war mehr, als der M\u00f6nch sich je gew\u00fcnscht hatte. Denn sobald das Eichh\u00f6rnchen tanzte, strahlte es solch eine Welle voller Vertrauen und Zufriedenheit aus, das auch der alte Mann selbst sich so gut und fr\u00f6hlich f\u00fchlte wie noch nie zuvor.<br \/>\nBald hatte Maurice einen Namen f\u00fcr das Eichh\u00f6rnchen: Tiny Dancer.<br \/>\nEs war leicht f\u00fcr Maurice, jeden Tag seinen Lieblingsplatz zu besuchen, da er nichts anderes zu tun hatte. Er war der letzte seines Ordens und hatte das Kloster verlassen, um mit und in der Natur zu leben, in der N\u00e4he seines Gottes. Das n\u00e4chste Dorf war nur ein paar Kilometer entfernt. Manchmal ging er dorthin, um zu h\u00f6ren, was in der Welt passierte. Er war ein wohl bekannter, aber kaum besuchter Mann.<br \/>\nAber an diesem einen Tag, als er musizierte und Tiny Dancer beim Tanzen zusah, h\u00f6rte er pl\u00f6tzlich Schreie. Jemand war auf dem Weg zu ihm. Er stoppte sein Klarinettenspiel und ging zu seiner H\u00fctte zur\u00fcck. Das Eichh\u00f6rnchen folgte ihm. Aber als die H\u00fctte in Sichtweite kam, blieb Tiny Dancer stehen und der M\u00f6nch f\u00fchlte eine eiskalte Hand nach seinem Herzen greifen und ein Schauer \u00fcberkam seinen alten K\u00f6rper. Er keuchte auf und griff nach dem Baum, der neben ihm stand.<br \/>\nNoch ein Schrei voller Schmerz und und Verzweiflung durchfuhr den Wald. Der Schrei stach in seinen Kopf und ber\u00fchrte das Innerste seiner Seele. Er vernahm solch einen Schmerz in seinem Herz, dass er sich zwingen musste, weiter zu gehen.<br \/>\nEr erreichte die H\u00fctte und fand eine Frau auf dem Holzboden seines kleinen Heims liegen. Je n\u00e4her er der Frau kam, desto st\u00e4rker war sein Wunsch, einfach umzukehren und wegzugehen. Aber nachdem er einmal mit so einem armseligen Wesen in Kontakt gekommen war, war es ihm unm\u00f6glich, die Frau ihrem Schicksal zu \u00fcberlassen. Er kniete nieder und versuchte, sie zu beruhigen. Ihr Gesicht war bleich wie Schnee und voller Verzweiflung und Angst. Pl\u00f6tzlich griff sie nach seinem Arm und zog ihren Oberk\u00f6rper hoch zu dem kniendem M\u00f6nch. Sie umarmte ihn mit ihrem zitternden K\u00f6rper und Maurice erwiderte die Umarmung. Das Gesicht in der Kutte des M\u00f6nchs vergraben, begann sie zu weinen. Der M\u00f6nch hielt sie fest und blieb in der Position, bis sie sich beruhigt hatte. Sie hob ihren Kopf und sah den alten Mann mit ihren traurigen braunen Augen an.<br \/>\n&#8222;Helfen Sie mir!&#8220;<br \/>\nDer M\u00f6nch nickte langsam und sie schluchzte.<br \/>\n&#8222;Sie m\u00fcssen mir helfen oder ich bin verloren.&#8220;<br \/>\nMaurice zog sie hoch und half ihr auf seine Strohmatte, die ihm zu schlafen diente. Er nahm seine Decke und packte sie damit ein. Dann brachte er ihr eine Tasse Wasser.<br \/>\n&#8222;Reines Wasser von Mutter Natur. Entschuldige, dass es so kalt ist.&#8220;<br \/>\nSie l\u00e4chelte ersch\u00f6pft, nahm die Tasse und nippte daran.<br \/>\n&#8222;Danke.&#8220;<br \/>\n&#8222;Danke nicht mir, sondern ihr.&#8220;<br \/>\nEr drehte sich herum und zeigte auf die Natur au\u00dferhalb der H\u00fctte. Dann setzt er sich mit gekreuzten Beinen auf den Boden und sah sie an.<br \/>\n&#8222;Was ist los?&#8220;<br \/>\nSie fuhr sich mit dem Arm \u00fcber das Gesicht.<br \/>\n&#8222;Ich hatte ein gl\u00fcckliches Leben. Einen liebenden Ehemann und zwei Kinder. Ein s\u00fc\u00dfes Zuhause und viel Freude. Ich lebte meinen Lebenstraum. Und ich dankte Gott, dass er mir dies erm\u00f6glichte. Und ich hoffte, dieser Traum w\u00fcrde nie enden. Aber dann war da dieses gro\u00dfe Feuer.&#8220;<br \/>\nSie schluchzte wieder.<br \/>\n&#8222;Und es nahm mir alles, was ich liebte. Mein Heim, meine Kinder, mein Ehemann und mein gesamtes Leben &#8211; alles war f\u00fcr immer verschwunden. Und in diesem Moment habe ich etwas verloren. Ich sp\u00fcrte einen starken Schmerz in meinem Herz. Ich f\u00fchle diesen Schmerz immer noch. Ich wei\u00df nicht, woher er kommt. Niemand wei\u00df es. Ich habe jeden Doktor besucht, jeden Heilpraktiker, ich habe hunderte Leute gefragt, aber keiner konnte mir helfen. Sie sind meine letzte Chance! Wenn Sie nicht f\u00e4hig sind, mir zu helfen, muss ich mich umbringen, denn es ist unm\u00f6glich f\u00fcr mich weiter zu leben, mit diesem Gef\u00fchl in meinem Inneren.<br \/>\nIhre Augen sagten dem M\u00f6nchen, das sie jedes Wort ernst meinte.<br \/>\n&#8222;Werden Sie mir helfen?&#8220;<br \/>\nMaurice starrte sie an und nickte dann langsam.<br \/>\n&#8222;Ich werde tun, was immer n\u00f6tig ist.&#8220;<br \/>\nIhre Augen leuchteten auf und ein erleichtertes L\u00e4cheln erschien auf ihrem Gesicht. Sie bewegte sich nach vorne und und umarmte den alten Mann nochmals.<br \/>\n&#8222;Danke!&#8220;<br \/>\nDer M\u00f6nch hielt sie fest, aber er f\u00fchlte einen Hauch von Verzweiflung, die seine nat\u00fcrliche Fr\u00f6hlichkeit \u00fcberschattete. Er wusste nicht, wie er der Frau helfen sollte.<\/p>\n<p>Tage gingen vorbei. Viele Tage. Maurice probierte alles, was ihm in den Sinn kam, um Josephine zu helfen. Er brachte sie zu seinem Lieblingsplatz. Er spielte die Klarinette f\u00fcr sie. Und es war das einzige Mal seit langem, dass Tiny Dancer nicht auftauchte, sobald der Klang durch das gr\u00fcne Kleid von Mutter Natur. Was immer der M\u00f6nch versuchte, nichts davon konnte Josephine heilen. Verzweiflung wuchs und Maurices Kummer wuchs.<br \/>\nNach wie vor verbrachte er viele Stunden des Tages alleine an seinem Lieblingsplatz und Tiny Dancer erschien und tanzte, aber das melodische Spiel hatte seine Faszination verloren. Maurice konnte sich nicht auf die Musik konzentrieren; seine Gedanken schweiften immer wieder ab und drehten sich um die Frage, wie er der Frau helfen konnte.<br \/>\nEines Tages h\u00f6rte er mit dem Spielen auf und starrte in die Natur. Das Eichh\u00f6rnchen sah ihn schr\u00e4g an. Die kleinen Pfoten bedeuteten ihm, wieder zu spielen, aber Maurice sah ihn nicht. Pl\u00f6tzlich sprang das Eichh\u00f6rnchen fort, kletterte einen Baum hoch und verschwand in einem Loch. Als es zur\u00fcckkehrte, hielt es etwas in seinen Pfoten. Es h\u00fcpfte direkt auf den M\u00f6nch zu, so wie es es noch nie getan hatte. Maurice sah Tiny Dancer an, der vor ihm stand und ihm die Pfoten entgegen streckte. Dann \u00f6ffnete er die Pfoten und der M\u00f6nch sah, was in den Pfotenfl\u00e4chen von Tiny Dancer lag. Es war eine schwarze Murmel. Aber es war keine normale Murmel. Sie war total matt, keine Reflexion zeigte sich auf der Oberfl\u00e4che. Aber obwohl die Murmel schwarz und matt war, leuchtete etwas in und um die Kugel herum.<br \/>\nMaurice legte seine Klarinette ins Gras und und bewegte seine Hand langsam Richtung Murmel. Dieses Mal blieb Tiny Dancer stehen und beobachtete Maurice. Er war, als fordere das Eichh\u00f6rnchen ihn auf, die Murmel zu nehmen. Und Maurice nahm sie.<br \/>\nAls er die Murmel ber\u00fchrte, ber\u00fchrte ihn etwas tief in Inneren. Eine Welle von Energie warf ihn zur\u00fcck, sein Augenlicht verschwand. Mit dem R\u00fccken prallte er auf den Boden, seine H\u00e4nde schnellten zu seinem Gesicht.\u00a0 Er schrie, konnte aber seine eigene Stimme nicht h\u00f6ren. Langsam beruhigte er sich und \u00f6ffnete seine Augen. Er war immer noch an seinem Lieblingsplatz. Aber etwas hatte sich ver\u00e4ndert. Er sah sich um. Alles war vorhanden, aber alles war merkw\u00fcrdig. Er bemerkte, dass die V\u00f6gel zwitscherten, aber er h\u00f6rte sie nicht. Was er sah, war eine Farbe, die aus ihren Schn\u00e4beln kam. Eine Farbe, welche er noch nie zuvor gesehen hatte. Aber der Anblick dieser Farbe erf\u00fcllte ihn mit der gleichen Freude, wie der Anblick der Natur es einst getan hatte. Er l\u00e4chelte und bewegte seinen Kopf. Alles war von einem Leuchten bedeckt und verstand, dass alles nicht nur bedeckt war, sondern auch erf\u00fcllt von diesem goldenen hellen Schimmer. Es war wie eine Pr\u00e4senz, die \u00fcberall war. Es war Gott. Maurice erinnerte sich an einen alten Auschnitt aus dem Thomas -Evangelium.<\/p>\n<p>&#8222;Das K\u00f6nigreich Gottes ist in dir und um dich herum.<br \/>\nNicht in H\u00e4usern aus Stein oder Holz.<br \/>\nSpalte ein St\u00fcck Holz und ich werde da sein.<br \/>\nHebe einen Stein und du wirst mich finden.&#8220;<\/p>\n<p>Und er verstand, wo er war. Er war im Inneren. In der Natur, in sich selbst, im Inneren von allem. Fasziniert stand er auf und ging herum. Er kam zu einem Teich und sah hinein. Erst war er erschrocken. Dann war er fasziniert. Schlussendlich verstand er es. Der Teich zeigte ihm einen jungen Mann mit den selben tiefblauen Augen, wie Maurice sie hatte. Ihm fiel ein altes Sprichwort ein: Man ist nur so alt wie man sich f\u00fchlt.<br \/>\nDieser Teich zeigte ihm ein Spiegelbild von sich. Aber es war nicht das normale Spiegelbild, welches man erwarten w\u00fcrde, es war das Spiegelbild seines Innenlebens. Das Bild seiner Seele, die aufgrund all seiner Zeit in der Natur jung geblieben war.<br \/>\nEr entdeckte die Murmel auf dem Boden liegen. Aber sie hatte sich genauso ver\u00e4ndert, sie leuchtete nun strahlend hell. Sie strahlte, weil er auch ihr Inneres vernahm. Er war im Inneren. Und im Inneren von allem war Gott.<br \/>\nPl\u00f6tzlich sah er eine Ansammlung von Licht. Es war wie die Quelle des ganzen Schimmers. Der M\u00f6nch \u00fcberlegte, was dieses Licht in der &#8222;realen&#8220; Welt sein mochte. Er versuchte, es zu ber\u00fchren, aber es entglitt ihm.<br \/>\nPl\u00f6tzlich fiel ihm etwas ein. Er sah eine dunkel gef\u00e4rbte schmerzvolle Wolke, die aus seiner H\u00fctte kroch. Er rannte zu seiner H\u00fctte. Nochmals wurde er zur\u00fcckgeworfen, diesmal von etwas dunklem und kaltem. Und er konnte den Ursprung erkennen. Es war Josephine. Er betrat die H\u00fctte und fand die auf dem Boden liegend. Als er sie sah, wich er zur\u00fcck. In ihr war kein Schimmern zu sehen. Kein warmes Gef\u00fchl kam aus ihrem Inneren. Sie war von Schatten bedeckt. Schatten, welche immer dunkler wurden. Und pl\u00f6tzlich wusste er, was Josephine verloren hatte. Sie hatte Gott verloren. Sie war allein und verzweifelt.<br \/>\nDas Feuer hatte ihr nicht nur ihren Mann, ihre Kinder und ihr Heim genommen, sondern auch ihren Glauben, ihr Vertrauen und ihre Liebe. Ihr Lebenswille war gebrochen. Nur ein Wesen im gesamten Universum konnte ihr helfen. Das eine Wesen, in das sie nun nicht mehr glaubte.<br \/>\nDer K\u00f6rper der Frau zitterte noch st\u00e4rker als am Tag, an dem er sie das erste Mal getroffen hatte. Der M\u00f6nch kniete sich zu ihr nieder und versuchte sie zu beruhigen. In dem Moment, in dem er sie ber\u00fchrte, sah er die Schatten zur\u00fcckweichen. Der goldene Schimmer verteilte sich von seinen H\u00e4nden \u00fcber Josephines K\u00f6rper. Er beobachtete, wie die Schatten langsam verschwanden. Der K\u00f6rper zuckte unter den H\u00e4nden M\u00f6nches zur\u00fcck. Maurice erkannte, dass er nicht genug Energie hatte, um Josephine komplett zu heilen. Er sp\u00fcrte, wie er schw\u00e4cher wurde. Also nahm er sie und trug sie aus der H\u00fctte. Er brachte sie zu seinem Lieblingsplatz. Mit letzter Kraft kam er dort an. Er brach zusammen und legte sie auf den Boden. Er sp\u00fcrte seinen K\u00f6rper \u00e4lter werden.<br \/>\nMit letzter Kraft griff er nach seiner Klarinette und begann langsam zu spielen. Anfangs war der Klang schwach, aber er wurde fester und lauter. Je l\u00e4nger er spielte, desto j\u00fcnger wurde er. Pl\u00f6tzlich sah er wieder die Ansammlung von Licht. W\u00e4hrend der M\u00f6nch spielte, sp\u00fcrte er eine Welle von Energie, die von der Quelle ausging und ihn erf\u00fcllte. Maurice griff nach Josephine und die Energie erf\u00fcllte sie genauso. Er sp\u00fcrte, wie Josephine sich beruhigte. Er stand auf und sah sie an. Jetzt war keine Dunkelheit mehr vorhanden. Josephine lag ruhig und friedlich auf dem Boden. In Maurices Herz wuchs das Gef\u00fchl, dass dies der Grund war, weshalb er hierher gebracht worden war, in das Innere.<br \/>\nEr drehte sich um und ging zur Murmel zur\u00fcck. Auf dem Weg erblickte er zum letzten Mal die Ansammlung von Licht und wunderte sich nach wie vor, was es war. Er ber\u00fchrte die Kugel nochmal und kam auf dem selben Weg zur\u00fcck in die &#8222;normale&#8220; Welt, ein Energieschub warf ihn auf den Boden. Er begrub die Klarinette unter sich und zerbrach sie.<br \/>\nTiny Dancer schrie schmerzerf\u00fcllt auf und sprang zu der Klarinette. Seine Pfoten bedeckten die Bruchstelle. Ein helles Licht blendete Maurice, er musste die Augen schlie\u00dfen. Als er sie wieder \u00f6ffnete, war die Klarinette wieder ganz. Der M\u00f6nch erblickte Tiny Dancer. Das Eichh\u00f6rnchen nahm die Murmel vom Boden, warf einen letzten Blick auf Maurice und verschwand mit einem L\u00e4cheln im Gesicht hinter einem Baum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Klang der Melodie ber\u00fchrte die Seele des Eichh\u00f6rnchens jedes Mal, wenn Maurice auf seiner Klarinette spielte. Unz\u00e4hlige Stunden seines Lebens, welches niemals die Ziellinie zu erreichen schien, verbrachte der M\u00f6nch in der Natur und jedes Mal war er aufs neue fasziniert, wie wundersch\u00f6n sie war. Gef\u00fchle erf\u00fcllten ihn. 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