Gerade wollte ich am Münchner-Menü-Wettbewerb mitmachen. Es geht darum „Geschichten von der Straße“ einzusenden. Ich dachte, yea! Der Frühaufsteher passt da perfekt. Ein kleiner Haken an der Sache:
Die Texte müssen zwischen 11.000 und 13.000 Zeichen lang sein
Mein Text kommt auf ein bisschen mehr als 10% des geforderten. Aber er passt sooo gut! Also schicke ich ihn dennoch ein und schreibe in die Mail:
Ich weiß, dass mein Text weit unter der geforderten Zeichenzahl liegt, aber meiner Meinung nach passt der Text perfekt zu eurem Thema und bedarf keiner künstlichen Aufblähung durch hohle Worte*. Vielleicht reicht es ja für einen Nachtisch.
Keine fünf Minuten später kommt folgende Antwort:
Sehr geehrter Teilnehmer,
der von Ihnen eingereichte Text ist leider zu kurz. Wir lassen bei der Bearbeitung des Themas ganz freien Spielraum. Die Länge aber sollte den Vorgaben (11.000 bis 13.000 Zeichen ohne Leerzeichen) entsprechen, da sich der Text in Menü, Konzert und eben Lesung einfügen soll. Auch müssen wir bei nachprüfbaren Kriterien gleiche Bedingungen für alle schaffen. Deutlich zu kurze oder zu lange Texte werden nicht an die Jury weitergereicht. Ich hoffe, Sie verstehen diese Handlungsweise – vielleicht läßt sich der Text ja noch verlängern*.
Gut. Dazu weiß ich nichts zu sagen. Ich wünsche dennoch dem Wettbewerbsteam und allen Teilnehmern viel Spaß, die Idee und der Wettbewerb sind großartig!
*Hervorhebung durch mich, nicht im Original.

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